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Kruppa erlebt
schwarzen Tag - Auch Halgasch misslingt der Meisterschafts-Auftakt
/ Stockbauer und Völker kraulen mit guten Zeiten auf WM-Kurs
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Starke Leistungen der Frauen und Überraschungen bei den Männern prägten den ersten Tag der 115. deutschen Meisterschaften in Hamburg. Hannah Stockbauer, Doppelweltmeisterin von 2001, sorgte über 1 500 Meter Freistil mit 16:05,91 Minuten für eine Weltjahres-Bestzeit. Auch Sandra Völker deutete mit 25,21 Sekunden als Siegerin über 50 Meter Freistil an, dass sie bei der WM vom 13. bis 27. Juli in Barcelona um die Medaillen schwimmt. Ob die Streitmacht des SC Riesa dabei eine Rolle spielt, ist seit gestern höchst fraglich. Jens Kruppa und Sebastian Halgasch wollten sich gleich zum Auftakt in der Alster-Halle ihre WM-Fahrkarte sichern, doch diese Vorhaben gingen nicht auf. Über 100 Meter Brust rechnete Titelverteidiger Kruppa mindestens mit Rang zwei und folglich auch mit Aussichten auf einen Platz in der deutschen Lagenstaffel. „Doch schon an der ersten Wende waren fast alle vor mir. Es ging auch danach nichts mehr“, sagte der Zweimeter-Mann nach dem für ihn enttäuschenden Finale. Siebenter in 1:03,30 Minuten – sowohl der Platz als auch die dafür benötigte Zeit sind für Kruppa „sehr dünn“, wie er selbstkritisch kommentierte. „Drei Monate Training reichen eben nicht aus“, nannte Coach Uwe Neumann die wohl ausschlaggebende Ursache für den Absturz des Olympia- und WM-Medaillengewinners. Was Athlet und Trainer schon vor der Meisterschaft befürchteten, trat ein: Der durch den Grundwehrdienst bei der Bundeswehr Anfang des Jahres bedingte Rückstand war bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufzuholen. „Das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung war nicht optimal“, stellte Neumann fest. „Ich bin nicht fit angereist“, konstatierte Kruppa, der den Saisonhöhepunkt trotzdem noch nicht aufgibt: „Jeder Tag Erholung kann wichtig sein. Am Donnerstag starte ich nicht, lasse mich ausgiebig massieren und am Sonnabend über 50 Meter Brust alles versuchen.“ Es ist Kruppas letzte realistische Chance, denn auf die 200 Meter Lagen am Sonntag ist er wieder nicht gut genug vorbereitet. Deutlich verbessert fühlte sich Halgasch, der auch gestern seinen wichtigsten Tag hatte. Doch dann musste er sich über 200 Meter Rücken mit Rang vier begnügen. Die Zeit von 2:01,57 Minuten war zwar besser als die Leistung bei seinem Titelgewinn von 1999, doch auch die Konkurrenz präsentierte sich diesmal erheblich schneller. „Sebastians Zeit ist in Ordnung, aber so schnell kommt man nicht wieder zurück in die Spitze“, meinte Neumann, der Halgasch seit 2002 betreut und ihn an höhere Belastungen heranführte. Halgasch, der sich wohl schon weiter wähnte, war nur frustriert: „Ich habe auf der dritten Bahn gemerkt, dass es schwer wird. Jetzt darauf zu hoffen, dass es vielleicht über 50 oder 100 Meter Rücken besser läuft, ist utopisch.“ Für die beiden anderen Recken des Riesaer Schwimmer-Quartetts, René Kolonko und André Weinert, lief es dagegen besser. Kolonko schaffte den gewünschten Sprung ins Finale über 100 Meter Brust und verbesserte auf Platz acht mit 1:03,36 Minuten seine Vorjahres-Bestzeit um eine Sekunde. Schmetterlings-Spezialist Weinert freute sich in „fremdem Terrain“, und zwar über 50 Meter Freistil, über eine neue Bestzeit: 24,12 Sekunden. Sächsischer
Schwimm-Verband e.V., Mainzer Straße 17, 04109 Leipzig |
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