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Franzis Glücksbringer »Kretzsche«
versagte
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ALEXANDER HERR Van Almsick nur Vize-Meisterin / Völker nicht auf dem Treppchen Es ist schon ein bisschen ungerecht. Da gab es wieder etliche Finals, um genau zu sein sieben, aber wie schon am ersten Wettkampftag fokussierte sich bei den 115. Deutschen Schwimm-Meisterschaften erneut das gesamte Interesse auf das Duell "Franzi-Fantasti" van Almsick gegen Lokalmatadorin Sandra Völker. Ironie des Schicksals, dass über 100 Meter Freistil keine von beiden gewann. Den Titel holte zur Überraschung vieler Antje Buschschulte. Dabei hatte zunächst alles nach Revanche ausgesehen. Van Almsick, am Vortag noch von Sandra Völker über 50 Meter Freistil in die Schranken verwiesen, hatte sich nämlich einen ganz besonderen Glücksbringer mitgebracht: Freund Stefan Kretzschmar. Der Handball-Punk vom SC Magdeburg (schwarze Baseball-Mütze, weißes Langarm-Shirt, kurze Hose) fieberte auf der Tribüne mit. "Ich freue mich immer, wenn ich Franzi in der Halle besuchen kann. So richtig Ahnung vom Schwimmen habe ich aber nicht", schmunzelte der Linksaußen des Bundesligisten SC Magdeburg. Aber auch die seelische Unterstützung brachte der Berlinerin, die mit achtzehn Hundertstel Rückstand Vize-Meisterin wurde, nicht: "Auf den letzten Metern war ich ganz schön k.o., ich war froh, als endlich der Anschlag kam." Und auch Buschschulte gab sich in der Stunde des Triumphes selbstkritisch: "Von meinem deutschen Rekord bin ich noch ein ganzes Stück entfernt." Sandra Völker, die zehn Meter vor dem Ziel noch geführt hatte, suchte ebenfalls keine Entschuldigungen: "Hätte, Wenn und Aber zählt nicht. Für meine kurze Vorbereitungszeit kann ich jedoch mit Platz vier leben." Eines ist allerdings sicher: Heute greift Weltrekordler Thomas Rupprath mit seinem ersten Einzelstart ins Geschehen ein, da müssen Franzi, Völker und Co. die Schlagzeilen (endlich) teilen. Sächsischer
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