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Buschschulte schwamm allen Frauen
davon
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Hamburg - Am Ende eines dramatischen Wettbewerbes waren alle rundum platt, aber irgendwie auch glücklich: Sandra Völker (29), dass sie als Vierte einen Platz in der deutschen Weltmeisterstaffel erkraulen konnte, Titelverteidigerin Franziska van Almsick (25), die Zweite wurde, dass sie es überhaupt bis ins Ziel geschafft hatte ("Ich war froh, als endlich der Anschlag kam") - Petra Dallmann (24) als Dritter und die neue deutsche Meisterin Antje Buschschulte (25) sowieso. Die 100 Meter Freistil, Höhepunkt des zweiten - ausverkauften - Tages der deutschen Meisterschaften in der Alsterschwimmhalle, wurden zum Rennen der Extraklasse: "Das letzte WM-Finale über diese Strecke war im Durchschnitt kaum schneller. Bei keiner nationalen Meisterschaften schwimmen sieben der acht Endlaufteilnehmer unter 56 Sekunden", lobte Cheftrainer Ralf Beckmann seine flotten Frauen. Gleichzeitig warnte er vor zu großen Erwartungen für die WM in zwei Monaten in Barcelona. "Die Chinesinnen haben inzwischen ein ähnliches Niveau." Zumindest das deutsche Freistil-Quartett, seit der EM 2002 auch Weltrekordhalter, sollte dennoch um Gold kraulen können. "Mit Franziska wäre das leichter", schob Beckmann nach, doch die heftig Umworbene brach bei dem Thema WM-Teilnahme demonstrativ zusammen. Vor Sonnabend, nach ihren 200 Meter Freistil, werde sie dazu nichts mehr sagen, sagte sie - stand auf, rannte zu ihrem wartenden Freund Stefan Kretzschmar vor die Halle und fuhr mild lächelnd ins Hotel. Der Handball-Nationalspieler hatte vor dem Start selbst alles gegeben: "Antje, halt dich zurück!", hatte er Buschschulte, die ebenfalls aus Magdeburg kommt, zugeschrien. "Das muss ich dann wohl überhört haben", meinte die Meisterin. Sandra Völker versuchte unterdessen klarzustellen, dass sie keine Medaille verloren, sondern den Staffelplatz gewonnen habe: "Das war mein Ziel. Um Erste zu werden, muss alles optimal laufen. Das konnte zu diesem Zeitpunkt in der Saison aber nicht der Fall sein." Auch im vergangenen Jahr schlug sie bei der DM über 100 Meter als Vierte an - zehn Wochen später schwamm sie in der deutschen Weltrekordstaffel die schnellste Zeit. "Wenigstens muss ich mich jetzt nicht bei der WM zwischen den Starts über 100 Meter Freistil und 50 Meter Rücken entscheiden", sah Völker einen zusätzlichen positiven Aspekt in ihrem Abschneiden - das ihr Trainer ohnehin vorausgesagt hatte. Auch für ihre letzten beiden Rennen hat sich Dirk Lange bereits festgelegt: Heute werde sie Zweite hinter Buschschulte über 100 Meter Rücken, morgen wohl Meisterin über die Hälfte der Distanz. Am Ende des Tages, nach dem enttäuschenden sechsten Platz seiner Brustschwimmerin Janne Schäfer über 50 Meter ("Das Wasser ist für mich hier nicht griffig genug"), hatte Lange Grund zum Strahlen: Die Hamburger 4x100-Meter-Freistil-Staffel der Männer wurde souverän Meister, Jens Thiele und Carsten Dehmlow gelang dabei der Test für das Einzelfinale am Sonnabend. (hpmb/rg) . Weil Steve Theloke (Chemnitz), Europarekordler über 100 m Rücken, die Meisterschaft kurzfristig absagte, wurde ihm vom Verband der Rausschmiss aus dem A-Kader angedroht. Hamburger Abendblatt - erschienen am 16. Mai 2003 in Sport Sächsischer
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