Schwimmen: Theloke sorgt für Paukenschlag - Chemnitzer sagt Start bei Meisterschaft ab - Deutscher Teamchef spricht von falscher Entscheidung
   
Chemnitz/Hamburg. Nach der für viel Wirbel sorgenden Trennung von Trainerin Ute Schinkitz hatte Schwimm-Ass Stev Theloke am Donnerstag einen weiteren Paukenschlag parat. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gab der 25-Jährige seinen Startverzicht bei den deutschen Titelkämpfen in Hamburg bekannt. Damit lässt der Chemnitzer auch den Saisonhöhepunkt, die WM in Barcelona, aus. „Bei dem Wirrwarr der vergangenen Wochen waren die Vorbereitungen auf die deutschen Meisterschaften voll für die Katz’. Ich fühle mich weder psychisch noch physisch fit und habe mich deshalb zu diesem Schritt entschlossen“, sagte Theloke.

Zu den Gründen der Trennung von Ute Schinkitz bemerkte der 25-Jährige: „Das ist wie in einer Ehe - nach 14 Jahren kann es langweilig werden. Und meine sportliche Entwicklung war nicht mehr so, wie ich mir das gewünscht habe. Ich kenne das Programm und den Trainingsaufbau von Frau Schinkitz. Wenn man 14 Jahre das Gleiche macht, wird es eintönig.“

Mit viel Traurigkeit reagierte Trainerin Ute Schinkitz auf diese Nachricht. „Auch wenn es für mich sicher sehr schwer geworden wäre. Ich hätte mir gewünscht, dass er schwimmt. Denn er besaß, so lange wir zusammengearbeitet haben, eine ordentliche Grundlage, die für vordere Plätze gereicht hätte“, meinte die 41-Jährige bedrückt. Obwohl sie die Art und Weise der Trennung sehr verletzte, würde sie Stev, auf welcher Basis auch immer, weiterhin helfen. Vorausgesetzt, er hätte daran Interesse.

Von Martina Martin und Mario Schmidt





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