Die Sensation bleibt aus - Jens Kruppa Fünfter über 50 m Brust / Weltrekord durch Ukrainer Oleg Lisogor
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Berlin. Die erneute Sensation blieb aus. Als Jens Kruppa am Freitagnachmittag im Finale über 50 Meter Brust am Beckenrand anschlug, zeigte die Uhr 27,98 Sekunden an. das bedeuette den fünften Platz.

Der 26-Jährige vom SC Riesa hätte Weltrekord schwimmen müssen, um Europameister zu werden. Das schaffte in 27,18 der Ukrainer Oleg Lisogor, der im Halbfinale am Donnerstag vom Bestzeit (27,86) schwimmenden Kruppa um eine Hundertstelsekunde geschlagen worden war.

„Es war klar, dass die Jungens im Finale noch schneller sein würden. Doch mit meiner insgesamt zweitbesten Zeit kann ich zufrieden sein. Eine kleine Chance hat es für Mark Warnecke und mich auf Platz drei eben“, meinte Kruppa.

Im sportlich hochkarätigsten Rennen des fünften Wettkampftages der Schwimmer belegte der zweite deutsche Finalist, der Ex-Weltrekordler Warnecke, Platz vier. Bis zum Startblock hatte Jens Kruppa sein Wettversprechen vom Tag vorher eingehalten: Er war mit aufgesetzter Badekappe in die Schwimmarena einmarschiert, was er vorher noch nie getan hatte.

„Ich habe sie bein Einschwimmen probiert, aber sie rutschte dauernd auf meinem Kopf herum, so dass sie für den Wettkampf nicht in Frage kam“, erzählte Kruppa, der sich nun einen Tag ausruhen darf. Am Sonntag zum EM-Ausklang wird er mit der Lagenstaffel über 4 x 100 m die Operation Gold starten.

„Mit der Europameisterschaft kann ich erst zufrieden sein, wenn ich eine Medaille habe. Dafür werden wir alles tun“, versprach der gebürtige Freitaler. Den Ganzkörper-Schwimmanzug, den er die letzten zwei Tage erstmals im Wettkampf trug, wird er während der Titelkämpfe nicht wieder anziehen. „Wenn es länger als 50 Meter geht, kann ich nicht atmen, weil er mir zu eng ist.“

Bei den Rückenschwimmerinnen scheiterte die Hamburgerin Sandra Völker über die Distanz von 100 Meter Rücken mit nur zwei Hundertstelsekunden an Stanislawa Komarowa aus Russland. Völker wurde Vize-Europameisterin vor Antje Buschschulte.

„Ich orientiere mich nicht an anderen, ich muss mein Anfangstempo gehen. Diesmal war es zu schnell, ich habe dann am Ende gestanden wie ein Eimer“, sagte die Hamburgerin: „Zwei Hundertstel sind zwar nichts, aber ich freue mich dennoch über die Silbermedaille.“

Buschschultes Hoffnungen liegen auf der Lagenstaffel. „Da rechne mir noch einige Chancen aus“, meinte die Wuppertalerin. (SZ/uw)

Sächsische Zeitung - Samstag, 3. August 2002





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