Im Endlauf mit Kappe - Jens Kruppa siegt im Halbfinale über 50 m Brust und verliert Wette
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Jens Kruppa sorgte gestern für eine Sensation. Obwohl niemand mit dem Riesaer rechnete, schwamm er ins Finale über 50 m Brust: mit persönlicher Bestzeit und als Schnellster der Endlauf-Teilnehmer.

Am Mittwoch Verlierer des Tages über 200 m Lagen, 24 Stunden später Schnellster der Halbfinals über 50 m Brust. Wie erklären Sie sich das?

Ich hatte einen geilen Start, lag hervorragend im Wasser und war plötzlich Erster in 27,86 Sekunden, einer Zeit, die ich noch nicht annähernd geschwommen bin.

Warum haben Sie sich erstmals für einen Ganzkörper-Anzug entschieden?

Als ich nach dem Vorlauf am Vormittag in meinen Trainingssachen wühlte, kam mir der Anzug in die Hände. Den hast du ja auch noch, dachte ich zunächst nur. Doch dann sagte ich mir: Schlechter geht es sowieso nicht, also versuche ich es mal am Nachmittag mit dem Anzug. Ich empfinde ihn aber als viel zu eng.

Was sagten denn die Mannschaftskollegen zu Ihrer neuen Bekleidung?

Dass zu einem Ganzkörper-Anzug auch noch eine Badekappe gehört. Da ich auch so etwas noch nie getragen habe, sagte ich aus Spaß, dass ich das nur tue, wenn ich ins Finale komme. Daraus wurde eine Wette, und nun muss ich am Freitag mit der Badekappe von Hannah Stockbauer schwimmen.

Warum hat sich Deutschlands schnellster Sprinter im Brustschwimmen, Mark Warnecke, nach dem Halbfinale vor Ihnen verbeugt?

Mark geht als Zweitschnellster mit 27,87 ins Finale. Er hat sich deshalb mit mir gefreut und mir gratuliert. Meine Zeit hat ihn wahrscheinlich auch erstaunt, denn im Spaß hat er noch gesagt: Dass ich das nochmal erleben darf.

Interview: Uwe Wicher

Sächsische Zeitung - Freitag, 2. August 2002





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