Rupprath der Star beim deutschen Medaillenregen
   

In einem starken DSV-Team ist Thomas Rupprath der große Star. Rupprath krönte die Medaillen-Jagd der deutschen Schwimmer am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Riesa mit zweimal Gold. Zunächst siegte der Wuppertaler wie 2001 in Antwerpen erneut über 100m Schmetterling, knapp eine halbe Stunde später bezwang er über 50m Rücken den Chemnitzer Titelverteidiger Stev Theloke und verfehlte in 23,66 Sekunden nur um 43 Hundertstel seinen eigenen Weltrekord.

"Ich schwimme seit vier Wochen auf diesem Niveau, und dafür sind die Zeiten hervorragend", meinte Rupprath, der in Riesa damit bereits den dritten Sieg und sein insgesamt zwölftes EM-Gold im 25-m-Becken feierte. Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) gab es am goldenen Freitag insgesamt drei Siege, zweimal Silber und viermal Bronze und durch Antje Buschschulte einen deutschen Rekord über 100m Rücken in 58,60 Sekunden. Stev Theloke meinte zu seiner Leistung: "Wenn ich neben Thomas stehe, kriege ich panische Angst und schwimme wie ein Amateur."

Ohne sichtbare Spur von Müdigkeit ließ der erst am Dienstag nach 30-stündiger Reise aus Melbourne zurückgekehrte Thomas Rupprath die Konkurrenz über 100m Schmetterling abblitzen. In 50,77 Sekunden siegte der Weltcup-Führende mit acht Zehntelsekunden Vorsprung klar vor Andrej Serdinow aus der Ukraine.

Die Titelhatz des Doppel-Europameisters von Berlin ist noch längst nicht zu Ende. Zum Abschluss am Sonntag kann er seine Riesaer Bilanz mit Erfolgen über 100m Rücken und in der deutschen Freistilstaffel auf fünf Titel erhöhen und sich damit zum König der Kurzbahn-EM krönen.

Buschschulte war hochzufrieden

Staffel-Weltmeisterin Antje Buschschulte gelang der erste Einzelsieg bei einer internationalen Meisterschaft seit März 2000 bei der Kurzbahn-WM in Athen. Die 24 Jahre alte Wuppertalerin unterbot über 100m Rücken um sechs Hundertstelsekunden die knapp drei Jahre alte nationale Bestmarke der Hamburgerin Sandra Völker und sagte: "Die Zeit hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet."

Brustlagenspezialistin Sarah Poewe holte nach dem zweiten Platz über die 50-m-Distanz vom Vortag bereits ihr zweites Silber für Deutschland. "Ich dachte nicht, dass es so gut losgeht und bin total happy", meinte die in Kapstadt geborene Poewe, die erst kurz vor der EM das Startrecht für den DSV erhalten hatte.

Überraschend für die Heidelbergerin Petra Dallmann über 100m Freistil (54,03 Sekunden) und standesgemäß für Langbahn-Weltmeisterin Hannah Stockbauer aus Erlangen über 800m Freistil (8:20,92) gab es Bronzemedaillen. "Ich bin halt keine Kurzbahn-Spezialistin und deshalb auch sehr zufrieden", meinte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2001, die vor der Potsdamer Europameisterin Jana Henke (8:21,76) anschlug. Das Duell an der Spitze endete mit Europarekord durch die Ungarin Eva Risztov, die in 8:14,72 Minuten 62 Hundertstelsekunden unter der knapp 16 Jahre alten Marke der Ost-Berlinerin Astrid Strauß blieb.

(sid) 13.12.2002





Sächsischer Schwimm-Verband e.V., Mainzer Straße 17, 04109 Leipzig
Telefon: +49 (341) 980 93 11 / Telefax: +49 (341) 980 93 13
© 1998-2006 Copyright by Webmaster