DSV-Schwimmer sind die Nummer eins in Europa
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Das "Heimspiel" der deutschen Schwimmer war ein voller Erfolg. Der DSV hat bei der 26. EM in Berlin als Europas Nummer eins eindrucksvoll die Weichen für Olympia 2004 in Athen gestellt. Die deutschen Schwimmer eroberten mit zehnmal Gold, siebenmal Silber und fünfmal Bronze dank eines phänomenalen Comebacks von Franziska van Almsick wieder die Pole Position und verbuchten ihr bestes EM-Ergebnis seit 1995.

"Berlin war eine absolut herausragende EM, und daran hat die Mannschaft den größten Anteil. Die Leistung der Mannschaft verdient allerhöchsten Respekt, sie hat erstklassige Qualität abgeliefert", bilanzierte DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann: "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich diese Mannschaft führen darf. Wir haben zwölf Jahre nach dem Mauerfall in Berlin deutsche Einheit demonstriert, das war für mich in einigen Momenten fast ergreifend."

Alle lieben Teamchef Beckmann

Beckmann hatte den hohen Erwartungsdruck "sehr bewusst selbst" erzeugt, was ihm größten Respekt seitens des Spitzensport-Lenkers Ulrich Feldhoff eintrug. Der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident des Deutschen Sportbundes (DSB) sagte dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Ralf Beckmann ist für die Positiventwicklung des deutschen Schwimmsports verantwortlich. Wir brauchen mehr Beckmanns im deutschen Spitzensport." Aus dem ehemaligen Skandal-Verband der überforderten Funktionäre ist fast eine Vorzeige-Institution geworden - "beispielhaft", wie Feldhoff meinte.

Für die Leistung von Franziska van Almsick, die in Berlin ein phänomenales Comeback feierte, fand Beckmann nur Superlative: "Absolute Weltklasse. Sie verdient größten Respekt. Ich habe darauf gewettet, dass sie zurückkommt. Eine so großartige Schwimmerin wie sie kommt immer zurück." Folgt nun ihr Rücktritt? "Das kann nur sie selbst entscheiden. Aber wenn sie jetzt aufhört, wird sie sich ein Leben lang den Vorwurf machen müssen, den erneuten Anlauf auf olympisches Gold nicht zumindest noch einmal versucht zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass sie nicht aufhört. Einzelgold bei Olympia verschenkt man nicht, nicht so eine wie Franziska van Almsick." Die Einmalige selbst sagte: "Werden schon Wetten auf meinen Rücktritt angenommen? Ich mache jetzt Urlaub und mir meine Gedanken."





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