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· Gold für beide Freistilstaffeln
· Nicole Hetzer holt Bronze / Männer ohne Medaille
· Sautin eine Klasse für sich
· Wels kann Fluch besiegen
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| Nicht zu
schlagen: Dmitri Sautin |
Sautin eine Klasse für sich
Wasserspringer Andreas Wels aus Halle hat bei den Schwimm-Europameisterschaften
in Berlin mit 463,59 Punkten die Silbermedaille vom 3-m-Brett gewonnen.
"Ich bin einfach überglücklich", rang Wels um Worte. Damit gelang ihm
nach mehrwöchiger Verletzungspause ein eindrucksvolles Comeback. Der
27-Jährige musste nur Weltmeister Dmitri Sautin (Russland/495,45)) den
Vortritt lassen. Für den überlegenen Russen war es bereits der vierte
EM-Gewinn. "Unschlagbar" sei der Russe, befand auch Bundestrainerin
Ursula Klinger nach den sechs Durchgängen. Sautin erhielt drei Mal die
Höchstwertung. Aber auch Wels erhielt bei seinem zweiten Sprung, einem
eineinhalbfachen Auerbachsalto mit dreieinhalbfacher Schraube, einmal
die 10.
Wels kann Fluch besiegen
An die Anlage in Berlin hatte Andreas Wels keine guten Erinnerungen.
Im April 2001 war er bei einem Sprung mit dem Kopf auf das Brett gestürzt
und hätte sich um ein Haar das Genick gebrochen. "Seitdem hat er immer
gezuckt, wenn er an die EM dachte. Aber da musste er durch", sagte Trainer
und Vater Horst Wels.
Einen Wermutstropfen gab es doch: Der deutsche Meister Christian Löffler
von Empor Rostock enttäuschte dagegen und musste sich nach zwei groben
Patzern mit dem letzten Platz begnügen.
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| Weltrekord
für die Goldfrauen |
Gold für beide Freistilstaffeln
Die deutsche Freistilstaffel der Frauen hat bei ihrem EM-Titel über
4x100 Meter einen neuen Weltrekord aufgestellt. In 3:36.00 Minuten blieben
Katrin Meißner, Petra Dallmann, Sandra Völker und Schluss-Schwimmerin
Franziska van Almsick um 61 Hundertstel unter der bisherigen Bestzeit.
"Wir waren furchtbar aufgeregt vor dem Rennen. Nach zwei Jahren bin
ich zum ersten Mal wieder international ins Becken gesprungen. Das habe
ich mir als Auftakt gewünschte", freute sich van Almsick. Schweden belegte
mit über vier Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Bronze gewann die
niederländische Staffel.
Sensationelles Gold gab es auch für die Männerstaffel. Mit einem hauchdünnen
Vorsprung von sieben Hundertstel Sekunden verwies die DSV-Staffel mit
Lars Conrad, Stefan Herbst, Torsten Spanneberg und Stefan Kunzelmann
in 3:17,67 Minuten die heranstürmenden Schweden auf den Silberrang.
Italien holte noch vor den Niederländern Bronze.
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| Nicole Hetzer gelingt
ersehnter Medaillengewinn |
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Nicole Hetzer holt Bronze / Männer ohne Medaille
Nicole Hetzer aus Magdeburg hat im 400-Meter-Lagenrennen Bronze gewonnen.
Der Traum von der Goldmedaille war dabei bereits nach der ersten Disziplin
aus. Zu deutlich war der Rückstand zur Europameisterin Yana Klochkova
(4:35,10/UKR)und Eva Risztov (4:36,17/HUN). Dennoch zeigte sie sich
zufrieden: "Ein großer Traum war eine Medaille und jetzt bin ich glücklich."
Allerdings habe sie Bestzeit schwimmen wollen, die sie "um sieben Zehntel"
verpasste. Am Ende fehlte der Magdeburgerin die Kraft. "Ich bin das
Rennen zu schnell angegangen, da war ich beim Graulen völlig platt."
Über 400 m Freistil der Männer verteidigte Emiliano Brembilla in 3:46,60
Minuten erfolgreich seinen Titel vor Europarekordler Massimiliano Rosolino
und dem rumänischen Bronze-Gewinner Dragos Coman. Ohne Medaille blieben
die deutschen Schwimmer: Der frühere Weltmeister Jörg Hoffmann aus Potsdam
wurde Sechster in 3:52,30 Minuten, der deutsche Meister Heiko Hell aus
Elmshorn belegte abgeschlagen den achten und letzten Platz im Finale.

Sächsischer
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