| «Kopflos»
stürzt sich Meyer auf Europas Springer-Thron . |
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Berlin (dpa) - Der kleine Mann hat seine ganz große Chance genutzt: Heiko Meyer stürzte sich aus zehn Metern Höhe auf Europas Springer-Thron. Der 26 Jahre alte Dresdner wurde nach zweiten Plätzen 1999 und 2000 in Berlin erstmals Europameister vom Turm. Mit seiner Körperlänge von 1,60 m ist der Sportsoldat spätestens jetzt ein Großer. «Ich hatte nur eine Chance: Kopflos zu springen, ohne nachzudenken», sagte der große Favorit, der den Startverzicht des russischen Titelverteidigers Dimitri Sautin ausnutzte und mit 492,39 Punkten vor dem Ungarn Imre Lengyel (426,27) und dem Weißrussen Alexander Warlamow (400,62) gewann. Für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) war es das vierte Gold in Berlin und die neunte Medaille im neunten Wettbewerb. «Glanzvoll, absolut top, eine tolle Sache» - Bundestrainerin Ursula Klinger strahlte mit Meyer um die Wette. «Ich war einfach dran. Drei Jahre lang war ich immer der zweitbeste Europäer. Das musste hier einfach hinhauen.» Meyer war von seinem Sieg überzeugt, obwohl das Finale mit seinen sechs Sprüngen für ihn ein «reines Nervenspiel» war. «Ich war am Anfang unheimlich nervös», gestand der Europameister hinterher, als die «1» und die persönliche Höchstpunktzahl dokumentierten, dass Meyer endlich ganz oben angekommen war. Die Goldmedaille widmet der 13fache deutsche Meister seinem Trainer Frank Taubert, mit dem er sich in den letzten Monaten gezofft hatte. Meyer: «Es gab Probleme, wir hatten unterschiedliche Auffassungen.» Für den geplanten Triumph raufte sich das Duo wieder zusammen, gestaltete die letzte Vorbereitungsphase optimal und wurde belohnt - vielleicht auch deshalb, weil einer «mit dem Herzen dabei war», wie Heiko Meyer sich ausdrückte: Sein verletzter Partner Jan Hempel drückte vor dem Fernsehschirm in Dresden die Daumen. Sächsischer
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